Donnerstag, 21. Juli 2011

Zitate zur Euro-Stabilität

"Es wird nicht so sein, dass der Süden bei den sogenannten reichen Ländern abkassiert. Dann nämlich würde Europa auseinanderfallen. Es gibt eine 'no bail out rule'. Das heißt, wenn sich ein Land durch eigenes Verhalten hohe Defizite zulegt, dann ist weder die Gemeinschaft noch ein Mitgliedstaat verpflichtet, diesem Land zu helfen."
Horst Köhler, damals Finanzstaatssekretär, April 1992

"Die neue Währung wird nur dann stabil sein, wenn die klar definierten Stabilitätsmerkmale auf Dauer gelten. Eine funktionstüchtige Währungsunion benötigt eine regelmäßig und verpflichtend abgestimmte Finanzpolitik."
Hermann Otto Solms, FDP-Finanzexperte, Oktober 1995

"Die Währungsunion ist ein großer Irrtum, ein abenteuerliches, waghalsiges und verfehltes Ziel, das Europa nicht eint, sondern spaltet."
Ralf Dahrendorf, liberaler Vordenker, Dezember 1995

"Ihr könnt darauf vertrauen, dass der Euro eine stabile Währung sein wird. Das funktioniert."
Wolfgang Schäuble, damals Unionsfraktionschef, Dezember 1996

"Die Stabilität des Euro hängt langfristig von der Reaktion der Finanzmärkte ab. Wenn die Teilnehmer der Währungsunion, was ich befürchte, nach politischen Erwägungen ausgewählt werden, dann wird das die Devisenhändler beeindrucken."
Gerhard Schröder, damals niedersächsischer Ministerpräsident, Februar 1997

"Auf keinen Fall darf es einen weichen, inflationstreibenden Euro geben."
Jacques Delors, früherer EG-Kommissionspräsident, Juni 1997

"Es gibt keine Zentralbank der Welt, die von der Politik so unabhängig ist wie die Europäische Zentralbank."
Wim Duisenberg, erster EZB-Präsident, Juni 1998

"Der Euro ist eine außerordentlich stabile Währung, stabiler als zum Beispiel die Mark während der meisten Zeit ihrer 50-jährigen Existenz."
Ottmar Issing, damals Chefökonom der Europäischen Zentralbank, Januar 2000

"Der Euro hat ein starkes Imageproblem. Die EZB tut zu wenig, dem entgegen zu wirken. Sie sagt nicht eindeutig, ob sie ihre Geldpolitik an der Inflationsrate orientiert oder an der Geldmenge."
Joachim Starbatty, Wirtschaftswissenschaftler und Eurogegner, Mai 2000

"Der Euro beruht auf derselben Art von Stabilität wie die Mark. Dafür haben wir mit dem Stabilitätspakt gesorgt."
Romano Prodi, damals EU-Kommissionspräsident, September 2001

"Dieses Geld wird eine große Zukunft haben!"
Helmut Kohl, Altbundeskanzler, Dezember 2001

"Auf mittlere Sicht erwarte ich, dass die Preise für Autos und Medikamente sinken. Der Euro ist kein Teuro. Er ist genauso hart wie die D-Mark, auch im Verhältnis zum Dollar."
Hans Eichel, damals Bundesfinanzminister, Dezember 2001

"Die EZB würde problematisch handeln, wenn sie auf die Interessen einzelner Länder einginge. Das wäre, wie wenn die Bundesbank früher auf die Situation einzelner Bundesländer geschaut hätte."
Hans Tietmeyer, früherer Bundesbankchef, Dezember 2006

"Der Euro ist ein riesiger Erfolg. Wenn wir ihn nicht hätten, stünden wir um vieles schlechter da."
Theo Waigel, früherer Bundesfinanzminister, Januar 2009

"Keine Regierung und kein Staat könnten eine spezielle Behandlung erwarten. Die Notenbank wird ihre Prinzipien nicht ändern, nur weil die Staatsanleihen eines Mitgliedslandes die entsprechenden Kriterien nicht mehr erfüllen."
Jean-Claude Trichet, EZB-Präsident, Januar 2010

Freitag, 21. Januar 2011

Das Märchen vom “stabilen Euro”

Gerne erinnern wir uns zurück an die Zeit der guten alten Deutschen Mark. Sie war es, die uns stabiles Wachstum und den Aufschwung zu einer der stärksten Wirtschaftsnationen der Welt für viele Jahre sicherte. Nun, rund 10 Jahre nach der Einführung des Euro, reibt sich so mancher im Rückblick verwundert die Augen – wurde uns doch seinerzeit von den Herren Kohl, Waigel und Co. – den Vätern des Euro – versichert, dieser würde “so hart wie die DM”.


 Kürzlich gingen Artikel durch die Presse, in welchen doch allen Ernstes behauptet wurde, der Euro hätte seit seiner Einführung als Buchgeld 1999 “nur 22%” an Wert verloren”. Dem Dollar wird in der selben Studie der Allianz ein Wertverlust von 25% bescheinigt.


Rückblickend fühlt es sich jedoch für die meisten nach deutlich mehr an.  Fühlt es sich wirklich nur so an, oder wurde bei dieser Studie mal wieder einer der in der Politik so beliebten Statistiktricks angewendet? (Das kennt man ja – wir haben ja angeblich auch nur noch 3 Mio. Arbeitslose. Seltsam nur, dass wir dennoch rund 7 Mio. Hartz4-Empfänger haben. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.)

Hier nun einmal einige wenige Beispiele zum Thema Inflation:

Benzin :
1999 = 0,80 Euro
2011 = 1,45 Euro
Steigerung ~ 83 %

Heizöl :
1999 = 0,20 Euro
2011 = 0,75 Euro
Steigerung ~ 380 %

Strom Kw/h :
1999 = 0,09 Euro
2011 = 0,22 Euro
Steigerung ~ 250 %

Brotpreis :
1999 = 1,90 Euro
2011 = 3,40 Euro
Steigerung ~ 90 %

So ließe sich das mit den lebensnotwendigen Dingen schier endlos fortsetzen. Nehmen wir natürlich DVD-Spieler und Mobiltelefone mit in die Berechnung auf (die man ja quasi täglich zum Frühstück verspeist), relativiert sich der Anstieg der Verbraucherpreise optisch etwas. Die Frage ist eben nur, wie lebensnah die so gewonnenen Zahlen dann sind.


Darum meine schon seit 20 Jahren (an männliche Ratsuchende gerichtete) Empfehlung: Wenn sie realistische Preissteigerungen erfahren wollen, fragen sie keinen BWL od. VWLler sondern ihre Frau – denn die geht täglich zum Einkaufen und braucht weder das Statistische Bundesamt noch den Rat der Wirtschaftsweisen, um zu wissen, was wirklich Sache ist.

Montag, 20. September 2010

Jahrbuch 2009 / 2010

Soeben veröffentlicht:
Das Jahrbuch 2009/2010

Mit dem Special zur Finanzkrise aus dem Herbst 2007, dank u.a. dem unsere Leser rechtzeitig vor Ausbruch der Krise gewarnt und entsprechend vorbereitet waren.



Das Jahrbuch 2009 / 2010

Paperblog

"Bankenrettung" - der mittlerweile fast alltägliche Wahnsinn

Die HRE kostet uns siebenmal (!) mehr als die jährliche Zahlungen für 5 Mio Hartz IV Empfänger !

Mit 8 Milliarden Euro Kapital und 102 Mrd. Euro an Bürgschaften hat die Bundesregierung die Hypo Real Estate (HRE) bisher gestützt und sie gegen alle verfassungsrechtlichen Bedenken verstaatlicht. Ein Jahr nach der Verstaatlichung müssen die Steuerzahler nun noch einmal satte 40 Mrd. Euro Staatsgarantien berappen - und ein Ende ist nicht abzusehen. Offiziell sitzt die Bank noch auf weiteren 180 Mrd. "toxischen Papieren" - und die Erfahrung lehrt, dass in dieser Zunft stets nur das zugegeben wird, was ohnehin schon bekannt ist. Die Landesbanken haben es schließlich - mit politischem Segen - vorgemacht.

Um eine Vorstellung der Größenordnung von 150 Mrd. Euro (!) zu geben, der bereits Stand heute für das Himmelfahrtskommando "HRE-Rettung" eingesetzt wurde : Die mehr als 5 Millionen Hartz IV Empfänger in Deutschland erhielten zusammen im letztgemeldeten Jahr 2008 mit 21,6 Mrd. Euro gerade mal ein Siebtel davon ... und ausgerechnet dort soll jetzt im "Sparhaushalt" gekürzt werden.

Die Currywurst und die Mehrwertsteuer ...

... oder, weshalb Wurstbudenbesitzer ohne Steuerberater aufgeschmissen sind.

Essen Sie gern Currywurst? Wenn Sie wieder einmal länger warten müssen, nicht meckern – der Wirt rechnet nur noch schnell die Sache mit der Mehrwertsteuer nach.

Für Pommes aus Süßkartoffeln muss der Wirt 19% MwSt. nehmen – normale Knolle oder die Frühkartoffel wird nur mit 7% berechnet. Die Gewürzmischung der beliebten Currywurst schlägt ebenfalls mit 19% zu Buche. Hätte die Currywurst nur ein Gewürz, könnte der Imbissbesitzer auch nur 7% veranschlagen – also z.B. beim Salz auf den Pommes. Die Soße der Currywurst aus Tomatensaft wird mit 7% MwSt. berechnet – nimmt der Wurstmann dagegen Ketchup, sind auch hier 19% MwSt. fällig. Auf dem Markt oder dem Feuerwehrfest zahlen Sie 19% MwSt. für die Currywurst. Beim Kirchenfest oder Kirchenmarkt hingegen müssen Sie auf die Currywurst gar keine Mehrwertsteuer zahlen.

Und passen Sie auf, wenn der Verkäufer Sie fragt: „Hier essen oder mitnehmen?“ Gleich verzehren kostet 7% MwSt. – wollen Sie (weil schlechtes Wetter ist) die Wurst aber mit ins Auto nehmen, kostet das ganze wieder 19% MwSt.

Die Details rund um die Wurst sind also ganz und gar nicht wurst.
Ein Gerücht ist hingegen, dass sich das alles ein Hanswurst ausgedacht hat …

Und wer das mit der Mehrwertsteuer jetzt mal noch genauer wissen will, dem sei dieser aufschlußreiche TV-Beitrag empfohlen:
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http://www.youtube.com/watch?v=aF5xTCJv4aI

Montag, 7. Juni 2010

Immobilien als Schutz in der Euro-Krise ?

Soziale Gerechtigkeit bei Einführung der D-Mark und bei Untergang des Euro:
Von der Lastenausgleichsabgabe zum Euro-Rettungsschirm


Nicht in Vergessenheit geraten ist, dass die Weltwirtschaftskrise ihren Ursprung im Immobiliensektor genommen hat. Verschiedene Gründe sorgten für einen Immobilienboom nicht nur in den beliebten Zentren der Vereinigten Staaten, sondern auch in Europa. Die spanischen Küsten belegen mit ihren zahlreichen Investitionsruinen den vorherigen Boom mit astronomischen Preisen. Auch viele andere entwickelte Immobilienmärkte weltweit weisen die gleichen Merkmale des beendeten Booms auf. Selbst zwei Jahre nach dem Höhepunkt der Immobilienkrise, die sich zu einer Krise der Finanzbranche wandelt und letztendlich zu einer ausgewachsenen Weltwirtschaftskrise inklusive der Wahrscheinlichkeit von Staatsbankrotten kulminierte, sind die Nachwehen des Zusammenbruchs bei Immobilien nicht ausgestanden. Da die Krise mit Wertverlusten bei Immobilien ihren Anfang nahm, hat der Ruf der Immobilie als sichere Anlage in Krisenzeiten erheblichen Schaden erlitten.

Die Immobilie hat insbesondere den Ruf einer inflationssicheren Anlage. Das Häuschen im Grünen, das Wohneigentum, ist das Ziel vieler Lebensplanungen und Objekt von Träumen und Wünschen. Es gilt noch immer viel, das eigene Dach über dem Kopf zu haben. Getroffen von zwei Währungsreformen auf deutschem Boden hat die Immobilie insbesondere unter der ältesten Generation den Ruf, eine gewisse Beständigkeit in unsicheren Zeiten zu verleihen. In vielen Ländern wurde gerade dieses Merkmal durch die Immobilienkrise beschädigt. Die Sinnhaftigkeit eines Vermögensgegenstands, der auch im Hinblick auf Krisenzeiten angeschafft wird, in diesen aber seinen Wert verliert, ist zu hinterfragen.

Das gilt vor allem in schweren wirtschaftlichen Zeiten wie diesen. Die Krise des Staatshaushalts und der Verfall des Euros erinnern im Zusammenspiel an die Erforderlichkeit zur Durchführung von Währungsreformen. Die Einführung der Deutschen Mark nach dem zweiten Weltkrieg ist eng verknüpft mit dem wirtschaftlichen Aufschwung, der weniger einem Wunder denn freier Marktwirtschaft zuzuschreiben ist. Fast in Vergessenheit geraten ist jedoch, dass die Einführung der D-Mark zur wirtschaftlichen Neuverfassung Deutschlands weitreichende Interventionen in Vermögen und Eigentum mit sich brachte. Mit dem Lastenausgleichsgesetz wurden die Kosten des Wiederaufbaus verteilt. In der Praämbel zum Lastenausgleichsgesetz ist womöglich die erste Erwähnung der sozialen Gerechtigkeit in bundesdeutschen Gesetzen zu finden. Es heißt dort, mit dem Lastenausgleichsgesetz werde der Anspruch „der durch den Krieg und seine Folgen besonders betroffenen Bevölkerungsteile auf einen die Grundsätze der sozialen Gerechtigkeit und die volkswirtschaftlichen Möglichkeiten berücksichtigenden Ausgleich von Lasten“ anerkannt. Krieg und das ihn begleitende Unrecht, das Unglück, den Tod und das Leid, das er mit sich bringt, sind der extreme Ausdruck politisch bewirkter Beliebigkeit, der das Schicksal Einzelner unterliegt. Wenn dem einen die Familie genommen und das Eigene zerstört wird, der andere aber ungeschoren davon kommt, so erschallt der Ruf nach einem horizontalen Ausgleich zwischen den Beteiligten. Diesen horizontalen Ausgleich zu bewirken ist das Unternehmen des Staats. Über diesen kommt es zur Haftungsgemeinschaft zwischen Nachbarn und Nicht-Nachbarn.

Das historische Beispiel hierfür sind die mit dem Lastenausgleichsgesetz beschlossenen Ausgleichsabgaben. Für die Vermögensabgabe wurde das nach dem Krieg verbliebene Vermögen der Deutschen taxiert und ein Freibetrag von 150.000 DM abgezogen. Vom Überschuss musste die Hälfte in vierteljährlichen Raten über den Lauf von 30 Jahren entrichtet werden. Damit wurde auf die Vermögen zugegriffen, die den Krieg in Form von Immobilien, Wertgegenständen oder anderer Form überstanden. Entschädigt wurden die, die durch den Krieg alles verloren hatten, etwa weil sie aus den verlorenen Ostgebieten vertrieben wurden mit nicht mehr als der Kleidung an ihrem Leib.

Der Euro-Rettungsschirm kann im schlimmsten Fall ähnlich funktionieren. Sollte er greifen müssen, so würde die resultierende Inflation alle Geldnutzer des Euros treffen. Die aufgebrachten Mittel wiederum würden an diejenigen verteilt, die alles verloren haben. Der Unterschied liegt in der Art des Verlusts. Die Vertriebenen des zweiten Weltkriegs haben Haus, Heim und häufig Familienmitglieder verloren. Sie standen vor dem Nichts. Die durch den Euro-Rettungsschirm bewirkte europäische Haftungsgemeinschaft rettet die Rentner, staatlich alimentierte Arbeitslose und die Bezieher von Beamtenbezügen solcher Staaten, die seit Jahren nur durch Umverteilung anderer Leute Wohlstand glänzen. Die Vertriebenen waren Opfer, zu deren Hilfe umverteilt wurde. Die Adressaten der Euro-Haftungsgemeinschaft sind schon jetzt die Empfänger großzügiger Transferzahlungen.

Immobilieneigentümer sind durch diese drohende Umverteilung gigantischen Ausmaßes besonders gefährdet. Sie können erstens nicht fliehen. Laufende Einnahmen aus Immobilien werden zweitens durch Inflation aufgerieben. Da Mieterhöhungen schwer durchzusetzen sind, trifft die Inflation die vermietete Immobilie schwer. Drittens sind Immobilienpreise in Zeiten ökonomischer Krisen der Gefahr eines Verfalls ausgesetzt, wodurch Vermieter wie Selbstnutzer bedroht sind.

Gleichwohl sollte die Immobilie als Fluchtmöglichkeit vor dem direkten konfiskatorischen Zugriff und durch Inflation nicht abgeschrieben werden. Wie das Lastenausgleichgesetz zeigt, kommt es auf den geographischen Umfang der hergestellten Haftungsgemeinschaft an. Die Ausgleichsabgaben betrafen Deutsche. Der Euro-Rettungsschirm betrifft den Euro-Raum, eventuelle auch den europäischen Wirtschaftsraum. Ausweichmöglichkeiten bieten sich in vielen Ländern der Erde. Gerade die – derzeit noch – aufstrebenden asiatischen Zentren bieten Alternativen zu den überregulierten, strangulierten, dem Verfall Preis gegebenen europäischen und amerikanischen Märkten. Die Metropolen der Region wie Shanghai, Peking, Singapur und Hong Kong mögen für den privaten Investor zu teuer sein. In deren Fahrwasser gibt es jedoch einige Länder, die als die neuen Tiger gelten können. Vietnam, Thailand, Malaysia, Kambodscha, Indonesien und Indien mögen erschwingliche Anlagemöglichkeiten für Immobilienkäufer bieten. Teilweise sind sie schon als Urlaubsland für Deutsche beliebt wie Thailand oder im Tourismus aufstrebend wie Vietnam. Vietnam etwa hat etablierte Immobilienmärkte in seiner Hauptstadt Hanoi und in Ho-Tschi-Minh-Stadt. Unter Vietnamesen sind Immobilien eine beliebte Anlageklasse, da der Export von Kapital und damit Erwerb ausländischer Vermögensgegenstände für Vietnamesen verboten ist. Der Erwerb von Eigentumswohnungen und deren Vermietung an Expatriats wird von manchem als lukratives Geschäft gesehen.

Zweifellos erfordert ein solches Investment hervorragende Marktkenntnis und bringt hohes Risiko mit sich. Die Gewinnaussichten erscheinen jedoch ungleich besser als die des Immobilienerwerbs in Deutschland. Berücksichtigt man, dass Immobilien ihren Nimbus der Krisenfestigkeit in den entwickelten Volkswirtschaften verloren haben, so verschiebt sich die Chancenabwägung um weitere Punkte in Richtung der spekulativeren Märkte. Gerade für Expats oder regelmäßige Urlauber in der Region kann es sich daher lohnen, entsprechende Schritte zu unternehmen, mit denen der lokale Markt ausgelotet wird. Für Immobilienunternehmer dagegen bietet sich eine spannende Möglichkeit, den deutschen Immobilienanleger von den Fesseln deutscher Regulierungen zu befreien.

05. Juni 2010
Autor: Dirk Friedrich